Badeurlaub auf Kreta - Juni 2009
Am 5.Juni war es endlich wieder soweit, wir wurden morgens um 3:45 Uhr vom Taxi abgeholt und zum Frankfurter Flughafen gebracht. Dort ging es diesmal mit Condor nach Kreta, der Sonne entgegen und weg von dem kalten deutschen Mistwetter!
Wie man auf dem Bild sehen kann, kamen wir sehr müde am Flughafen an, denn die Nacht war doch sehr kurz, tja was macht man nicht alles um noch was vom ersten Urlaubstag zu haben.

Um 6:55 Uhr startete der Flieger nach Heraklion und eh man sich versah waren die 2 Stunden und 40 Minuten auch schon vorbei. Mit dem Bus mussten wir dann noch etwa 40 Minuten bis zu unserem Urlaubsort nach Stalis fahren, das liegt östlich von Heraklion im Norden der Insel.
Unser Hotel war das Cactus Beach, ein 4 Sterne Hotel in direkter Strandlage. Wenn man aus der Anlage kommt muss man nur eine schmale Uferstraße überqueren und schon ist man am Strand.

Dieses Mal hatten wir Halbpension gebucht. In Holidaycheck.de hatten wir gelesen, dass dieses Hotel sowohl AI als auch HP anbietet. Da AI-Gäste angeblich wie Gäste zweiter Wahl behandelt werden und wir abends sowieso dauernd ausgehen wollten, war das dieses Mal für uns die richtige Wahl. Gebucht hatten wir einen Superior-Room (Nichts drunter buchen!!), mit dem wir absolut zufrieden waren. Wir hatten einen großen Balkon mit Blick auf den Pool, sogar etwas Meer konnte man zwischen den Gebäuden sehen...


Wir hatten das zweite Zimmer von links im obersten Stock. Der einzige Nachteil der Zimmer war, dass man null Privatsphäre hatte. Jeder konnte seinem Nachbarn ins Zimmer schauen,
aber dafür gab es ja richtige Rollläden als Sichtschutz. Manche mit Zimmer im Erdgeschoss hatten es aber weniger gut getroffen, da man vom Weg zum Restaurant oder Strand direkten Einblick in die Zimmer hatte. Diese Leute müssen sich wie auf dem Präsentierteller fühlen, wenn vor allem zu den Essenszeiten alle Hotelgäste aus dem hinteren Gebäude einer nach dem anderen Richtung Restaurant an ihrem Zimmer vorbeilaufen müssen.

Die Hotelanlage war auch sehr schön angelegt mit vielen Pflanzen, so mögen wir es.

Hier sind wir abends, bevor wir unsere "Cocktailrunde" in Stalis begonnen haben immer vorbeigelaufen. Das war eine der Bars, direkt neben dem Hauptrestaurant.

Und los gehts:--) Während ich (Wenni) mich lieber ans einheimische Billigbier "Mythos" gehalten habe, hat Sabs jeden Abend andere Cocktails ausprobiert. Während das 0,5er Bier in den Bars läppische 2€ gekostet hat, waren die Cocktail-Preise leider auf deutschem Niveau (um die 5-6€). Aber, Cheers (oder besser Yamas, wie es hier heißt!), was solls, man ist ja im Urlaub! Hicks!

Die meisten der Cocktailbars sind, wie unten hoffentlich zu erkennen ist, mit Blick aufs Meer gebaut. Um diese Jahreszeit war in den meisten Bars trotz drückender Hitze noch nicht so viel los, so das wir meistens die Läden für uns hatten. Mit Stalis hatten wir zum Glück das gebucht , was wir wollten. Ganz in der Nähe (2KM) befindet sich Malia, die Engländer-Hochburg von Kreta. Wir sind abends ein Mal hingelaufen, hier ist nichts mehr mit Ruhe. Es ist dort alles zugebaut (kein Blick mehr aufs Meer, keine Cocktailsbars), tierischer Lärm und Gewusel. Absolut wie man sich so eine Engländer-Hochburg vorstellt. Hatte was von einem Mix aus El Arenal und Phuket in der Hochsaison. Bilder haben wir davon leider nicht geschossen, hatten keine Kamera dabei. =>Also wie gesagt, wir waren mit Stalis von den Leuten + Umgebung abslout zufrieden!

Nach den letzten Erlebnisreisen hatte es uns diesmal nix ausgemacht, einen reinen Strandurlaub zu machen. Nur faul zwei Wochen lang am Strand zu liegen hat auch mal was! Und da Werder Bremen Pokalsieger geworden ist, konnte ich endlich mal (ohne mich zu schämen) mein Werder T-Shirt tragen.
Hier sind wir auf dem Weg zum Strand, hinter mir (Wenni) befindet sich das Hauptrestaurant).

Hier sind wir immer noch nicht am Strand, ein langer 5-6 Minuten Weg bis dorthin , wenn man wie wir beide eins der 500er-Zimmer im hinteren Teil des Hotels zugewiesen bekommt. Zum Glück gibt es aber direkt neben dem Hotel einen Supermarkt, in dem man sich dann stärken kann :--).

Frisch gestärkt sind wir dann am Strand angekommen. Der Strand war zum Glück (noch) nicht so überlaufen wie es bei manchen Bildern auf holidaycheck.de ausgesehen hatte. Allerdings wollen wir garnicht wissen, wie es hier in der Hochsaison aussieht. Da auch hier das morgendliche "Reservieren" durch Handtücher Standard ist, müssen sich die Hotelgäste bestimmt um 7Uhr morgens den Wecker stellen, um noch was zu bekommen. Einen Wassersport-Stand gibt es hier auch. Als wir jedoch die Preise gesehen haben , haben wir uns schon gefragt, ob die den Popi offen haben. Was rechtfertigt einen Preis von 40€ für 20 Minuten JetSki?? Das haben sich alle anderen auch gefragt und deshalb war an diesem Stand die ganze Zeit tote Hose. Worum man kohlemäßig aber nicht rumgekommen ist, sind die täglichen 6€ für zwei Liegen und einen Schirm. Setzt man das aber in Vergleich mit dem Jetski, war das ja ein absolutes Schnäppchen :--).

Jetzt kommen ein paar Strandphotos von uns. Richtig braun werden wir in den Urlauben ja nie, macht uns nix , auf Sonnenbrand bei dauerhaften 35 Grad und wolkenlosem Himmel hatten wir keinen Bock. Also war eher dauernd Eincremen angesagt anstatt krebsrot in der Gegend rumzulaufen.

Hier der Blick vom Meer aus auf unser Hotel (versteckt sich hinter den Fahnen). Wie man sehen kann, ist das Meer bei ruhigem Wellengang superklar. Auch war das Meer für diesen Zeitpunkt echt schon richtig warm, wir schätzen mal 22Grad. Das hatte schon was von Erfrischung. Im August ist das Meer hier bestimmt pippiwarm :--)

Weil das Meer so ruhig war und es lange flach rein ging, haben wir uns manchmal mit der Kamera ins Wasser getraut, wie hier. Das Meer kann aber auch anders, die Bilder kommen dann später. Bussi, Sabs!!

Der lustige Typ hier ist nicht etwa Mel Gibson, obwohl er diesem schon sehr ähnlich sah, nein das ist unser Beach-(Cow)Boy, der immer das Geld für die Liegen und Schirme eingesammelt hat. Der war echt lustig und immer gut drauf, er hat immer seine Späßchen mit den Strandgästen gemacht wenn es ihm zu langweilig wurde, z.B hat er die nichts ahnenden und auf der Liege dösenden Leute mit einer Spielzeugschlange
oder sonstiges erschreckt.

Was das Hotel anbietet und was man auf jeden Fall auch machen sollte, sind die beiden zusätzlichen Restaurants (griechisch+italienisch). Jedes der Restaurants kann man während des Urlaubs ein Mal nutzen ; und zwar kostenlos. War eine schöne Abwechslung zum Hauptrestaurant, wo es des Öfteren schon die gleichen Sachen gab und auch nur ab und zu die Klimaanlage lief. Hier sehen wir die Sabs beim "griechischen Abend" mit Blick aufs Meer. Das Essen war eher ne Pampe, aber die schöne Atmosphäre und der Blick aufs Meer haben das 100Mal wieder wettgemacht.

Wie hier leicht zu sehen ist : das wir HP gebucht hatten, war überhaupt kein Problem, die Läden in direkter Nähe des Cactus Beach haben das "komplette Sortiment" angeboten. Wir haben auch ein paar Mal von AI-Gästen Getränke wie Wasser oder Bier geschnorrt. Hauptbestandteil der Getränke war Chlor. Deshalb war es auch gut, in den Supermärkten auf sog. Markenartikel zurückzugreifen, die auch schmeckten. Auch die Sabs ist nicht zu kurz gekommen. Ein Schluck Bacardi-Cola in Ehren kann auch die Sabs nicht verwehren, gelle ?? :--)

Die Sonnenunteränge hatten hier immer Postkartenmotiv-Charakter. Solche Bilder wie hier von unserem Balkon aus hätten wir jeden Abend schießen können, denn wir haben 14 Tage lang keine einzige Wolke am Himmel gesehen !!

Irgendwann hatten wir vom Strand dann aber auch mal genug und haben uns für einen Tag einen Mietwagen genommen. Die Größe und die PS-Zahl des Autos war uns dabei nicht so wichtig, Hauptsache unsere Klapperkiste hat ne Klimaanlage. Wir haben uns dann für einen Hyundai Atos für 30€ entschieden, ein kleiner Flitzer, der unseren Ansprüchen absolut genügt hat. Können wir nur weiterempfehlen. (Ein kleiner Tip: dieses Auto frisst so gut wie keinen Sprit. Also tankt das Auto für max.15€ auf und achtet dann auf die Tanknadel. Diese Spritmenge reicht für große Distanzen!!). Wir hatten vorab folgenden Plan: Stalis -Heraklion - Knossos - Lassithi Hochebene und dann wieder zurück. Und los gings:

Erster Stop: Heraklion. Hier haben wir den venezianischen Hafen besucht. Von Venedig hatte das alles aber nichts. Also haben wir uns dann auf den Weg in Richtung des Kastells gemacht, das sich auch in der Hafenumgebung befand.

Endlich an der Festung angekommen. War aber für uns beide nicht besonders spektakulär...
Wir sind dann noch etwas die Haupteinkaufsstraße (25.August-Straße) in der Umgebung des El Greco Parks entlanggeschlendert. Im Hintergrund der beiden Bilder sieht man rechts die Venezianische Loggia, die zum Rathaus von Heraklion gehört, links steht Sabs vor einem bekannten Brunnen, dem Morosini-Brunnen.

Nach einem kurzen Abstecher in die schmale Marktstraße (Odos 1866) mit vielen kleinen Läden (sehr auf Touristen ausgelegt, hat uns etwas an Chinatown von Bankog erinnert) liefen wir noch zum Freiheitsplatz (Platia Eleftherias) und dann zurück zum Hafen. Juhuuuu Klimaanlage!!
Nächster Stopp: der ca. 5 km entfernte Palast von Knossos. Wie uns vorab erzählt wurde, sollte es sich hier um das "Disney Land der Antike" handeln. Vorab: dann lieber Disney-Land. Direkt am Eingang wurden wir auch schon sofort angesprochen, ob wir eine geführte Tour mit vielen geschichtlichen(gähn) Zusatzinfos haben wollten. Da wir aber nur KnipsiKnipsi machen wollten und bei dieser Bullenhitze jederzeit wieder die Option haben wollten zurück ins Auto zu flüchten, haben wir dankend abgelehnt. Und so sieht also das Disney-Land der Antike aus:



Anfangs doch sehr interessiert haben wir immer öfter bei gefühlten 50 Grad und immer mehr Menschenmassen uns doch sehr nach unserem Auto + Klima gesehnt. Also noch ein letztes Kultur-Photo von Knossos und dann nix wie ab ins Auto!!

Haben wir uns gefreut als wir das Auto erreicht hatten. Jetzt ging es also Richtung Lassithi-Hochebene, in der es deutlich kühler sein sollte (haben wir zumindestens gehofft). Auf dem Weg dorthin haben wir einen Stop an einem Aussichtspunkt gemacht, bei dem sich auch ein Homo-Sapiens-Museum befunden hat. Keine Ahnung wer sich sowas auf der Durchfahrt antun will! Der Ausblick war auf jeden Fall super, und mit ein bißchen Fantasie erkennt man auch das Meer in der Ferne.
Der Wenni mal als König mit tollen Ausblick! Dieser Teil des " Museums " war für umme, sonst hätten wir auch keine Photos davon geschossen...

Hinten wäre der Eingang ins Museum gewesen. Das haben wir uns wie gesagt erspart, wir hatten was Besseres vor. Endlich haben wir auch Mal diese typisch kretischen Windräder gesehen. Die hier waren aber eher Touri-Deko.

Nun sind wir nach kurvenreicher Fahrt durch die Berge auf der Lassithi-Ebene angekommen. Obwohl wir in fast 1400 Meter Höhe waren, war hier von kühlen Temperaturen nichts zu merken!! Aber war schon beeindruckend, so eine Riesenebene mitten im Gebirge, flach und eben wie ein Teller !!


Als wir die Hochebene entlang gefahren sind, sind wir durch viele kleine Käffer (z.T. nicht mehr als 20 Häuser) gefahren. Wie es uns vorkam, scheinen die Uhren hier noch anders zu ticken. Während es die jungen Kretaner wohl in die Städte zieht, bleiben die älteren Leute in den kleinen Dörfern zurück. Die sitzen dann immer vor ihren Häusern, bei dieser Hitze, und warten drauf , dass der Tag rumgeht. Echt kein schönes Leben, und ein bissel unheimlich war es auch. Speziell die Oma auf dem rechten Bild, die draußen gehockt hat und irgendwas vor sich hingejammert / gewinselt hat.

Hier haben wir dann auch gerechterweise die Plätze gewechselt und Wenni konnte sich deshalb entspannt zurücklehnen.
Kurz nachdem wir die Lassithi-Ebene verlassen hatten, haben wir einen kurzen Stop gemacht, weil wir ein "Supermarkt"-Schild gesehen hatten. Hier haben wir uns ein bissel gestärkt. Der Supermarkt hat sich übrigens als Mini-Lokal rausgestellt , dass Getränke verkauft hat, sonst nix. Auch eine Methode um Touris anzulocken. Nachdem wir in dem Laden dann nur noch die einzigen beiden Gäste war und der Besitzer uns so langsam auf den Sack ging, gings dann weiter. Yamas!

Da wir das Auto ja bis 20Uhr für uns hatten und jetzt erst 16Uhr war, haben wir noch einen Abstecher nach Agios Nikolaos gemacht. Das ist wie Heraklion die nächst größere Stadt in östlicher Richtung von Stalis. Muss man nicht unbedingt gesehen haben, aber der Ausblick auf die Stadt war schon schön...

Wir fuhren noch ein Stückchen die Küste entlang bis Elounda und dann zurück nach Stalis. Auf den rechten Bild sieht man Elounda mit der vorgelagerten Halbinsel Spinalonga.

Dann war unsere 1-tägige Rundfahrt auch schon vorbei. Können wir im Nachhinein jedem empfehlen, einfach Mal einen Tag auf der Insel rumzugurken.
Oben haben wir ja was von "Nicht mehr als 15€ tanken!" geschrieben. Der Wenni war da ein bißchen großzügiger und hat gleich Mal für 25€ getankt. So wird sich unser Autovermieter bestimmt ins Fäustchen gelacht haben, als wir am Ende des Tages das Auto abgegeben hatten und der Tank viel voller als bei der Übergabe war. Deshalb mußte Wenni bestraft werden und nach dem Abendessen in den Käfig. 

Jetzt haben wir uns nach der Rundfahrt aber auch wieder auf den Strand gefreut!!
Und die Sabs konnte ihre schicke Strandtasche wieder spazieren führen !!

Wie man jetzt gleich sehen kann, ist das Meer die letzten Strandtage ein bißchen unruhiger gewesen. War einerseits schön , mal endlich richtig Wellen zu haben, andererseits wars halt blöd wegen unserer Luftmatraze, mit der man eigentlich wegen dem Wellengang nichts mehr anfangen konnte.

Hier nochmal ein Überblick über unseren Strandabschnitt. Sieht auf den ersten Blick sehr wuselig und eng auf eng aus, aber das täuscht !

In der Mitte des Strandabschnitts befand sich ein Steg, der mitten ins Meer rausführt. Bei ruhigem Wellengang absolut uninteressant; wenn die Wellen aber was größer sind, kann man echt schöne Bilder machen. Dadurch, dass sich rund um den Steg Felsen befinden, schlagen die Wellen darauf und es gibt diese lustigen Bilder.


Das waren dann leider unsere letzten Strandbilder von unserem schönen Sandstrand. Findet man auf Kreta ja nicht so häufig, oft gibt es nur Kieselstrände oder ein Mischmasch aus Kies und Sand.

An unserem letzten Abend haben wir nochmal den Sonnenuntergang genossen und uns danach ein letzes Mal aufgemacht, um unseren Lieblings-Cocktailbars einen letzten Besuch abzustatten. Zum Glück konnten wir den letzten Urlaubstag richtig lange ausklingen lassen, da uns das Hotel die Möglichkeit des Late CheckOuts gegeben hat.

So, das wars dann mit unserem Urlaub. Den letzten Tag konnten wir wegen des Late CheckOut (20€-Aufpreis) noch in vollen Zügen geniessen, diesmal am Pool.
Fazit: für die 2 Wochen Kreta in einem 4Sterne-Hotel haben wir mit HP insgesamt 850€ bezahlt (natürlich pro Person). Das was wir uns von dem Hotel erwartet haben, haben wir auch so vorgefunden. Auch Urlaube in dieser Preisklasse sind absolut zu empfehlen !!
D
Und Tschüüüüüüüs!!!